Ursprünglich habe ich eine Lehre als Pharma-Assistentin absolviert. Danach habe ich allerdings recht schnell gemerkt, dass ich mich umorientieren möchte. Ich wollte mich nämlich vertiefter mit medizinischen Themen auseinandersetzen und überlegte, ob ich Pflegefachfrau oder Physiotherapeutin werden sollte. Letztlich hörte ich auf mein Bauchgefühl und entschied mich für den Pflegeberuf. Was mir auch gut gefiel, waren die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung.
Zunächst arbeitete ich während zweier Jahre auf einer gynäkologischen Station am Universitätsspital Zürich. Danach reiste ich rund ein halbes Jahr um die Welt und entschied mich dann für eine Stelle am Kantonsspital Winterthur. Die nächsten zehn Jahre arbeitete ich dort im Notfallzentrum, zuerst Vollzeit und danach Teilzeit, weil ich zwischenzeitlich Mutter geworden war. Im vergangenen Frühling schaute ich mich nach einer neuen beruflichen Herausforderung um und erfuhr, dass am GZO eine Stroke Unit aufgebaut wird.
Mich reizte die Vielfalt, die mir die Arbeit auf einer Stroke Unit bietet. Zudem ist das GZO für mich gut zu erreichen. Zunächst hatte ich Zweifel, ob sich meine berufliche Tätigkeit und die Betreuung meiner beiden Kinder miteinander vereinbaren lassen würden, doch schliesslich überwog das Interesse an dieser spannenden Herausforderung. Meine letzten Zweifel waren schliesslich spätestens dann aus dem Weg geräumt, als ich gemerkt habe, wie sehr mir meine jetzige Vorgesetzte entgegenkommt. Dieses gute Gefühl bestätigte sich später: Mein Start war wirklich super. Alle waren sehr herzlich und ich habe mich vom ersten Tag an willkommen gefühlt.
Von Anfang an dabei sein zu können, war etwas, auf das ich mich sehr gefreut habe. Auch privat lasse ich mich gern auf Neues ein, zum Beispiel als Präsidentin des Elternrats in der Primarschule meines Kindes. Hier am GZO konnten sich meine Kolleginnen, Kollegen und ich aktiv mit einbringen und Prozesse mitgestalten, die bei einer bereits bestehenden Station schon etabliert gewesen wären. Das ist übrigens auch heute noch so. Ich habe zum Beispiel die Apothekenverantwortung, was bedeutet, dass ich Abklärungen treffe und – in Zusammenarbeit mit anderen Fachpersonen – entsprechende Schulungen durchführe. Dabei geniesse ich viele Freiheiten und das Vertrauen meiner Vorgesetzten. Dass laufend neue Kolleginnen und Kollegen hinzukommen, ist zudem sehr bereichernd, denn so können wir alle vom Wissen und den Erfahrungen anderer profitieren.
Die meisten Patientinnen und Patienten kommen über die Notfallstation zu uns. In der Regel besteht ein Verdacht auf Schlaganfall oder dieser wurde bereits diagnostisch bestätigt. Wir führen dann zum Beispiel eine Reihe von Erstabklärungen durch. So prüfen wir etwa, ob jemand normal schlucken kann. Zudem helfen wir – zusammen mit anderen Diensten – bei der Mobilisation und überwachen die Vitalwerte. Häufig haben Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall Sensibilitätsstörungen oder sind in ihrer Motorik eingeschränkt. Dann unterstützen wir sie natürlich auch bei Aktivitäten des täglichen Lebens. Darüber hinaus stehen wir auch den Angehörigen zur Seite. In der Regel sind die Patientinnen und Patienten einige Tage bei uns. Zu sehen, wie sie Fortschritte machen, ist etwas, das mir an meinem Beruf besonders gut gefällt.
Meine Kinder sind mittlerweile im Kindergarten und in der ersten Klasse. Ich möchte mein Arbeitspensum deshalb langsam wieder aufstocken und arbeite bald 60 statt 50 Prozent. Zudem könnte ich mir für die Zukunft vorstellen, meine Kenntnisse in der Pflege von Schlaganfallpatientinnen und -patienten weiter zu vertiefen und mich entsprechend weiterzubilden.
Mit Stolz und Dankbarkeit zeichnen wir unser Multitalent Shawo Therpa für seine herausragenden Leistungen aus: Er ist nicht nur ein exzellenter Radiologiefachmann, sondern auch ein ebenso begabter Programmierer. Um hohe Kosten für ein…
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