Gallensteine: Kleine Steine, grosse Schmerzen

10/2021: Erfahren Sie mehr rund ums Thema Gallensteine: von der Diagnose bis zur Behandlung.

Gallensteine sind häufig: Etwa jede fünfte Frau über 40 leidet darunter, auch Männer sind oft betroffen. Expertinnen und Experten des GZO Spital Wetzikon können Sie bei der Behandlung gezielt unterstützen und beantworten Ihre Fragen.

Gallensteine machen sich oft nicht bemerkbar und werden deshalb erst spät entdeckt. Dabei sind sie häufig: Bis zu 15 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer haben Gallensteine. Damit sind Ablagerungen der Gallenflüssigkeit in der Gallenblase gemeint, die kristallisiert sind. Gallensteine werden in drei Arten unterteilt: Cholesterinsteine, gemischte Steine und Pigmentsteine. In unseren westlichen Breitengraden sind 80 Prozent Cholesterinsteine oder auch gemischte Steine. Diese können u.a. durch einen Überschuss an Cholesterin in der Galle entstehen. Ist die Konzentration der Galle sehr hoch, werden diese Steine mit der Zeit grösser und können je nach Verlauf zu erheblichen Beschwerden führen.

 

Frauen sind besonders gefährdet

Weshalb es zu solchen Ablagerungen kommt, kann verschiedene Ursachen haben. Zu den Risikofaktoren gehören eine fett- und zuckerreiche Ernährung, Bewegungsmangel und höheres Alter, aber auch eine helle Haut. Besonders betroffen sind Frauen – vor allem, wenn sie Kinder haben.



Entzündete Gallenblase verursacht Schmerzen

Nicht alle Personen, die Gallensteine in ihrer Gallenblase tragen, haben auch Beschwerden. Wandern die Steine aber aus der Gallenblase in den Gallengang, wird es gefährlich. Die Gallensteine können den Gang verstopfen und die Gallenflüssigkeit staut sich zurück. Darüber können Keime in die Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse einwandern und sie entzünden. Diese Entzündung wird als heftiger Schmerz im Bauch bemerkt. Starke Bauchschmerzen nach dem Essen sind dann oft der Grund, weshalb Betroffene ärztliche Hilfe suchen.

Die individuell beste Behandlungsoption finden

Ob Gallensteine die Ursache für die heftigen Schmerzen sind, kann meist mithilfe eines Ultraschalls geklärt werden. Wichtig ist aber auch, die individuelle Krankengeschichte der Patientinnen und Patienten abzuklären. Am GZO Spital Wetzikon beraten sich deshalb Fachärzte verschiedener Disziplinen miteinander. Meist können Medikamente und Antibiotika unmittelbare Schmerzen und Entzündungen lindern. Die Gallensteine sind dann aber noch immer da und können jederzeit wieder eine Entzündung auslösen. Deshalb ist es wichtig, die Gallensteine zu entfernen. In einigen kritischen Fällen kann auch die operative Entfernung der ganze Gallenblase ratsam sein. Diese kann dann mitsamt den Steinen in Schlüssellochtechnik entnommen werden. Jeder Weg bedarf jedoch vorab einer sorgfältigen Abklärung, um eine optimale Entscheidungsgrundlage für die jeweilige Art des Eingriffs zu finden.


Kleinstmögliche Eingriffe

Im GZO Spital Wetzikon werden solche Eingriffe seit vielen Jahren routinemässig durchgeführt. Die verantwortlichen Chirurgen und Gastroenterologen des GZO können aber auch auf Alternativen zur Operation zurückgreifen und gewisse Gallensteine sogar ohne Operation entfernen. In jedem Fall verhindert das Entfernen, dass durch die Gallensteine schwerwiegendere Erkrankungen ausgelöst werden könnten.



Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit züriost.

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