Knieprobleme sind verbreitet. Warum?
Das Knie ist ein sehr beanspruchtes und komplexes Gelenk. Seine Belastbarkeit und Beweglichkeit, die Stabilität der Bänder und Menisken sowie die zugehörigen Nervenreflexe machen das Knie einzigartig. Zugleich ist es anfällig für Verletzungen und Erkrankungen. Sei es beispielsweise durch einen Bänderriss bei einem Sportunfall, durch eine altersbedingte Abnutzung der Knorpelschicht oder eine chronische Gelenkentzündung wie Arthritis.
Mit welchen Folgen für Betroffene?
Knieprobleme können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, insbesondere, wenn sie die Bewegungsfreiheit einschränken. Mit individuell abgestimmten Therapien – konservativ wie auch operativ – haben wir gute Möglichkeiten, die Mobilität zu verbessern, Schmerzen zu lindern und das Knie zu stabilisieren.
Weshalb sind individuelle Therapien wichtig?
Jeder Mensch bewegt sich auf seine persönliche Weise und belastet die Kniegelenke unterschiedlich. Faktoren wie Körpergewicht, Beinachse, Qualität von Muskulatur, Sehnen und Bändern spielen eine wesentliche Rolle. Wenn wir jede Patientensituation ganzheitlich betrachten, können wir die Genesung am besten fördern. Am GZO Spital Wetzikon nehmen wir uns Zeit für die persönlichen Gespräche und setzen moderne Diagnosetechniken sowie innovative Behandlungskonzepte ein.
Wie verläuft die Behandlung?
Es ist unser Ziel, so viel wie möglich vom eigenen Knie zu erhalten und eine Knietotalprothese erst einplanen zu müssen, wenn es notwendig ist. Falls es Diagnose und Patientensituation zulassen, behandeln wir konservativ, das heisst, vorwiegend mit Physiotherapie, Injektionen und Schmerzmanagement. Wichtig ist, das Knie zu bewegen, weshalb wir Schmerzen auf ein ertragbares Niveau senken.
Operationen führen wir möglichst schonend durch, mit dem Ziel des Gelenkerhalts. Menisken nähen wir mehrheitlich, ohne Teile davon zu entfernen; die Behandlung von Knorpeln führen wir sofern möglich arthroskopisch, also minimalinvasiv durch; für Korrekturen der Beinachse verwenden wir personalisierte Instrumente, und Knietotalprothesen sind komplett massangefertigt.
Was kann man zum Therapieerfolg beitragen?
Schon vor einer allfälligen Knieoperation gibt es Erfolgsfaktoren, die der Patient beeinflussen kann: das Gewicht reduzieren, mit Rauchen aufhören oder die Blutwerte bei Anämie, Diabetes usw. gut einstellen. Auch Physiotherapie vor einem Eingriff hilft für danach, weil man beispielsweise Übungen bereits kennt.
Nach dem Eingriff sind ein gutes Mass an Schonung und in der Regel moderate Bewegung sinnvoll. Das Wahrnehmen der Physiotherapietermine ist wichtig. Am GZO ist auch das Team der Physiotherapie auf die individuelle Begleitung spezialisiert. Diese Zusammenarbeit ist für die Orthopädie wesentlich, damit Patientinnen und Patienten jeden Alters die Beweglichkeit erhalten oder zurückgewinnen können.

«Sich schmerzfrei bewegen zu können, bedeutet Lebensqualität. Wir unterstützen Sie beim Erreichen dieses Ziels.»
Dr. med. Stefan Brunner, Leitender Arzt Orthopädie und Traumatologie
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