Am 30. Januar 2026 informierten die GZO AG Spital Wetzikon gemeinsam mit den Sachwaltern die Gläubiger über den aktuellen Stand des Geschäftsgangs sowie des Nachlassverfahrens. Dabei handelte es sich ausschliesslich um eine reine Informationsveranstaltung und nicht um eine Gläubigerversammlung im Sinne des Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes (SchKG).
Vorgestellt wurde ein aktueller Zwischenstand des seit Oktober 2024 nachgeschärften Sanierungskonzepts. Dabei muss die Ausgestaltung nicht allein die Tragfähigkeit und Nachhaltigkeit berücksichtigen, sondern zugleich den bestehenden politischen Rahmenbedingungen Rechnung tragen.
Auch dasnachgeschärfte Sanierungskonzept beruht nach wie vor auf einem unumgänglichen Schuldenschnitt. Dieser ist die Grundvoraussetzung, damit die GZO AG Spital Wetzikon ihre Existenz sichern kann, sofern er von den Gläubigern angenommen wird. Gleichzeitig wird neu die sofortige Barauszahlung um Besserungselemente ergänzt werden. Als eines dieser Elemente ist die anteilige Auszahlung eines EBITDA-Überschusses über einen Zeitraum von zehn Jahren vorgesehen. Weitere Besserungselemente befinden sich aktuell in der Prüfung.
Sollte die Finanzierung des geplanten Neubaus gesichert werden können, sieht das Konzept ein Stundungselement von CHF 25 Millionen mit einer Laufzeit von zehn Jahren vor. Für die Fertigstellung des Neubaus werden darüber hinaus zusätzliche Fremdmittel in Höhe von CHF 50 Millionen benötigt. Die Realisierung dieses Vorhabens würde den zukünftigen finanziellen Spielraum aus dem Betrieb weiter stärken und die Rückzahlungsfähigkeit gegenüber den Gläubigern erhöhen. Ob diese Variante umgesetzt wird, hängt massgeblich von den Kosten der Fremdfinanzierung ab.
Die GZO AG Spital Wetzikon setzt die Gespräche mit Gläubigern fort. Eingegangene Vorschläge von Gläubigern sowie des Gläubigerausschusses werden weiterhin intensiv geprüft. Das finale Sanierungskonzept wird anlässlich der Gläubigerversammlung vorgestellt. Die Gläubigerversammlung ist für Mitte Mai geplant.
Detaillierte Informationen zum Geschäftsgang, dem Sanierungskonzept 2.0 sowie verworfene Sanierungsvarianten können Sie aus der Präsentation vom 30. Januar 2026 entnehmen.
Die Präsentation der Sachwalter ist auf deren Homepage aufgeschaltet.
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