«Die individuelle Behandlung am Kniegelenk»

Am GZO sind für das Kniegelenk alle Therapieformen möglich, ausgehend von der jeweiligen Patientensituation.

04/2026: Knieprobleme können belastend sein, vor allem, wenn sie die Bewegungsfreiheit einschränken. Worauf es bei der Behandlung des Kniegelenks ankommt, erklären Dr. Matthias Rink und Dr. Stefan Brunner, leitende Fachärzte der Abteilung für Orthopädie und Traumatologie am GZO.

Viele Menschen haben Knieprobleme. Warum?
Dr. Matthias Rink (MR): Das Knie wird im Alltag stark beansprucht und ist zudem ein sehr komplexes Gelenk. Als grösstes Gelenk des menschlichen Körpers vereint es Belastbarkeit, Beweglichkeit und die Stabilität durch Bänder, Menisken und Kniescheibe.
Dr. Stefan Brunner (SB): Zugleich ist das Knie anfällig für Verletzungen und Erkrankungen. Sei es beispielsweise durch einen Bänderriss bei einem Sportunfall, eine altersbedingte Abnutzung der Knorpelschicht oder Gelenkentzündungen wie bei Arthritis.

Knieschmerzen sind belastend.
MR: Ja, Knieprobleme können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, insbesondere, wenn sie die Bewegungsfreiheit einschränken. Mit individuell abgestimmten Therapien haben wir ausgezeichnete Möglichkeiten, die Mobilität zu verbessern und dem Knie die schmerzfreie Beweglichkeit zurückzugeben.

Weshalb ist die persönlich abgestimmte Therapie wichtig?
SB: Weil jedes Knie einzigartig ist. Zudem bewegt sich jeder Mensch auf seine eigene Weise und belastet die Kniegelenke dementsprechend – beeinflusst durch Faktoren wie Körpergewicht, Verlauf der Beinachse, Qualität von Muskulatur, Sehnen und Bändern.
MR: Indem wir jede Patientensituation umfassend betrachten, können wir die Genesung am besten fördern. Am GZO nehmen wir uns Zeit für die persönlichen Gespräche und setzen moderne Diagnostikverfahren und Behandlungskonzepte ein.

Zur Behandlung: Worauf kommt es an?
MR: Falls es Diagnose und Patientensituation zulassen, behandeln wir konservativ, das heisst nicht-operativ, also vorwiegend mit Physiotherapie, Injektionen und Schmerzmanagement. Wichtig ist, das Knie zu bewegen, weshalb wir Schmerzen auf ein ertragbares Niveau senken. Ist eine Operation angezeigt, wollen wir so viel wie möglich vom eigenen Kniegelenk erhalten und eine Knietotalprothese erst einplanen, wenn es notwendig ist. Hierfür verwenden wir komplett massangefertigte Knietotalprothesen.
SB: Unser Ziel ist es immer, möglichst schonend zu operieren. Beispielsweise nähen wir Menisken mehrheitlich, ohne Teile davon zu entfernen; oder die Behandlung von Knorpeln führen wir sofern möglich arthroskopisch, also minimalinvasiv durch.

Können Betroffene den Therapieerfolg beeinflussen?
MR: Ja. Es bestehen für die Patientin oder den Patienten schon vor einer Knieoperation wichtige Erfolgsfaktoren: Das Gewicht reduzieren, mit Rauchen aufhören oder die Blutwerte bei Anämie, Diabetes usw. gut einstellen. Auch Physiotherapie vor einem Eingriff hilft für danach, weil man beispielsweise Übungen bereits kennt.
SB: Nach dem Eingriff ist das Einhalten der Physiotherapietermine wesentlich. Am GZO setzen wir auf die gut eingespielte Zusammenarbeit zwischen Orthopädie und Physiotherapie, damit sich die Patientinnen und Patienten bald schmerzfrei bewegen und die Lebensqualität zurückgewinnen können.
 

Weitere Informationen finden Sie hier: www.gzo.ch/orthotrauma

 

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