Notfallmedizin: Genügend Kapazitäten trotz Pandemie

07.04.2020 Die Schweizerische Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin (SGNOR) ruft die Bevölkerung dazu auf, bei Krankheitssymptomen auch während der Corona-Krise eine Ambulanz anzufordern und das Spital aufzusuchen. Trotz der COVID-19-Pandemie gibt es bei den Rettungsdiensten und auf den Notfallstationen in der Schweiz genügend Kapazitäten. Das können auch das Spital Uster und das GZO Spital Wetzikon bestätigen. Sie schliessen sich dieser dringenden Empfehlung an, sodass Langzeitschäden vermieden werden können.

Weniger Herzinfarkt- und Schlaganfall-Eintritte
Die Spezialisten für klinische Notfall- und Rettungsmedizin stellen fest, dass Patienten trotz schwerwiegender gesundheitlicher Störungen den Notfallstationen fernbleiben. Gleichzeitig fällt auf, dass in den Schweizer Notfallstationen weniger Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten eintreffen als vor der Pandemie. Statistisch ist dies zwar noch nicht belegbar, sorgt aber bei den Notfallmedizinern bereits für Stirnrunzeln. Denn verspätetes Behandeln von Herzinfarkten oder Knochenbrüchen kann sich fatal auswirken. 
 

Rasch behandeln und Langzeitschäden vermeiden
Die SGNOR ruft die Bevölkerung dazu auf, auch in «Corona-Zeiten» die Notfall-Einrichtungen aufzusuchen oder den Rettungsdienst anzurufen. Die Notfallstationen in der Schweiz sind sehr gut aufgestellt und darauf vorbereitet, sämtliche medizinischen Probleme kompetent und in Ruhe anzugehen.
 

Weniger Notfallpatienten auch im GZO Spital Wetzikon und im Spital Uster
Auch in der Region suchen im Vergleich zum Vorjahr weniger Patienten die Notfallstationen auf. Einer der Gründe dafür ist wohl ein erfreulicher: Weil viele Personen den Empfehlungen des Bundes folgen und zu Hause bleiben, gibt es auch weniger Freizeit-Unfälle. Wenn jedoch Patienten mit Symptomen eines drohenden Herzinfarkts oder Hirnschlags den Kontakt zur Notfallversorgung zu lange hinauszögern, kann dies gefährlich sein.

«Herzprobleme, anhaltende, starke Brustschmerzen, Atemnot, Erstickungsgefahr, Lähmungserscheinungen, allergische Reaktionen, Kreislaufbeschwerden, starke, nicht stillbare Blutungen und akute, starke Schmerzen sind alles Beschwerden, die einen sofortigen Arztbesuch oder das Aufbieten des Rettungsdienstes bedingen», sagen die Ärztlichen Leiter der Notfallstationen der Spitäler in Uster und Wetzikon.
 

Eigene Stationen und Patientenpfade für COVID-19-Patienten
Die Spitäler Uster und Wetzikon haben mehrere komplette Stationen, darunter auch je eine Intensiv-station, zu Isolationsstationen speziell für COVID-19-Patientinnen und -Patienten und -Verdachtsfälle umfunktioniert. Auch die Notfallstationen wurden entsprechend voneinander separiert. Damit wird sichergestellt, dass die übrigen Patienten nicht mit COVID-19-Patienten oder -Verdachtsfällen in Kontakt kommen. Zudem haben beide Spitäler bereits vor einem Monat Abklärungscontainer installiert, in denen COVID-19-verdächtige Patienten abgeklärt werden.
 

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Stephan Gervers
Leiter Marketing und Kommunikation
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