GZO Spital Wetzikon schult Gastroenterologen in neuer Technologie als Center of Excellence

08.11.2022 Das GZO Spital Wetzikon bietet seinen Patientinnen und Patienten hochstehende Medizin und innovative Behandlungsmethoden. So auch in der Gastroenterologie, der Behandlung des Magen-Darm-Traktes. Hier ist das GZO neu ein nationales und internationales Center of Excellence, das Spezialisten für den Eingriff und die Handhabung mit neuen Einweg-Endoskopen ausbildet.

Ein Schwerpunkt innerhalb des Fachgebietes Gastroenterologie ist die Endoskopie. Dabei werden diagnostische und therapeutische Eingriffe endoskopisch, das heisst in Form einer Magen- oder Darmspiegelung durchgeführt. Im Rahmen des gleichen endoskopischen Eingriffs können auch Operationen wie Abtragung von Tumoren, Unterbindung oder Verödung blutender Gefässe oder Einsetzen von Stents oder Prothesen zur Wiedereröffnung verschlossener Darmabschnitte erfolgen.

GZO nutzt neuartiges Einweg-Endoskop

Am GZO Spital Wetzikon hat Dr. med. Bernhard Magdeburg, Chefarzt der Klinik Gastroenterologie und Hepatologie, Co-Chefarzt Medizin, Kursleiter SGUM für Ultraschallfortbildungen, schon zahlreiche solcher Eingriffe durchgeführt. In seinen Spezialgebieten der Endosonographie, der ERCP und der hepatobiliären Pathologie - hat er sich weit über das Zürcher Oberland hinaus einen exzellenten Ruf erworben. Bereits 2016 wurde seine wissenschaftliche Arbeit international ausgezeichnet und er von seinen internationalen Fachkollegen in den erlauchten Kreis der zehn besten Endoskopiker weltweit gewählt.

Stets bestrebt, seinen Patientinnen und Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen, hat Dr. med. Bernhard Magdeburg neue Einweg-Endoskope als zuverlässige Instrumente kennen und schätzen gelernt. Seit diesem Frühjahr haben er und sein Leitender Arzt PD Dr. med. Thomas Greuter, zusammen mit ihrem Team, sie bereits für über 100 endoskopische Eingriffe verwendet und das GZO zum weltweit ersten Spital gemacht, das für die ERCP und Cholangioskopie konsequent diese Einweg-Endoskope einsetzt.

Infektionsrisiko praktisch ausgeschlossen

Dank dem neuen Einweg-Endoskop ist die Problematik resistenter Bakterien, die trotz sorgfältiger Instrumentenaufbereitung der Mehrweg-Endoskope unliebsame Infektionen verursachen können, bei seinen endoskopischen Eingriffen kein Thema mehr. «Alle Patientinnen und Patienten sind bei Mehrweg-Endoskopen dem Risiko einer Übertragung von resistenten Keimen ausgesetzt, wenngleich in geringerem Mass als diejenigen mit einer Immunschwäche. Ich kann da nicht die einen bevorzugter behandeln als andere», sagt Magdeburg.

Auch bezüglich Energiebilanz sieht die Rechnung gut aus. Denn der Kampf gegen diese multiresistenten Keime erfordert einen wachsenden Einsatz von Chemikalien, Wasser und Energie, was sich in der Energiebilanz von Mehrweg-Endoskopen negativ bemerkbar macht. Zudem werden die Einweg-Endoskope rezykliert und somit wieder in den Kreislauf zurückgeführt.

GZO wird Referenz- und Ausbildungszentrum

Bernhard Magdeburg gibt seine Erfahrungen im Rahmen einer Weiterbildung an Gastroenterologen aus der Schweiz und dem nahen Ausland weiter. Durch ihn wird das GZO zu einem Referenzzentrum, das Fachleute mit den neuen Geräten vertraut macht.

Unter dem Titel «Effizienz in der Cholangioskopie» werden im Rahmen eines Anwenderprogramms ausgewählte Experten über klinisch relevante Themen und Live-Fälle diskutieren. Die Reihe beginnt mit einem Überblick über aktuelle klinische Studien und Erfahrungsberichten bei der Behandlung von unklaren Strikturen und komplexen Steinen. Dieses virtuelle Seminar wird von zwei Spezialisten aus den Niederlanden respektive aus Deutschland gehalten.

Dr. med. Bernhard Magdeburg, Chefarzt der Klinik Gastroenterologie und Co-Chefarzt Medizin am GZO, leitet den praxisorientierten Teil. Dieser fand am 8. November 2022 am GZO Spital Wetzikon statt. Dabei hat Magdeburg ausgewählte komplexe Stein-Strikturen an Patienten vorgestellt, sich über die Schultern blicken lassen und sich mit den teilnehmenden Gastroenterologen über die Einsatzmöglichkeiten der neuen Endoskope ausgetauscht.

Diese dreiteilige fachspezifischn Weiterbildung findet dann am 13. Dezember 2022 mit einem virtuellen Format ihren Abschluss. Dabei werden unter Leitung von Dr. med. Bernhard Magdeburg Fälle besprochen und klinische Erfahrungen ausgetauscht. «Darauf freue ich mich immer am meisten, denn auch ich lerne bei solchen Veranstaltungen ständig dazu», so der Fachexperte.

Carina Schulze
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