Wo befindet sich die Schilddrüse?
Die Schilddrüse liegt im unteren Halsbereich, gleich unter dem Kehlkopf und vor der Luftröhre. Im gesunden Zustand ist sie von aussen nicht sichtbar, lässt sich jedoch ertasten. Mit ihren zwei Seitenlappen erinnert die Schilddrüse an die Form eines Schmetterlings.
Sie gilt als Kraftwerk unseres Körpers. Weshalb?
Die Schilddrüse bildet lebenswichtige Hormone. Das sind kluge Botenstoffe, die stetig in den Blutkreislauf gelangen und zahlreiche Vorgänge im Körper fein abgestimmt regulieren. Die Schilddrüsenhormone sind für die Gesundheit entscheidend, weil sie den Stoffwechsel, das Wachstum und den Energiehaushalt des Körpers beeinflussen. Eine gut funktionierende Schilddrüse unterstützt die Balance des gesamten Organismus. Deshalb beeinträchtigen Erkrankungen der Schilddrüse das eigene Befinden und die Lebensqualität.
Welches sind die häufigsten Erkrankungen der Schilddrüse?
Sie kann sich in ihrer Form und Grösse oder in ihrer Funktionsweise verändern. Eine Vergrösserung des Organs – durch einen sogenannten Kropf oder einzelne Knoten – beobachten die Betroffenen meist selbst. Sie sollten dann die Hausärztin oder den Hausarzt aufsuchen.
Diskreter sind Störungen, die sich im Inneren der Schilddrüse abspielen, nämlich, wenn die Hormonproduktion gedrosselt oder beschleunigt abläuft. Dann entsteht eine Unterfunktion oder eine Überfunktion der Schilddrüse; häufiger tritt eine Unterfunktion auf.
Ist eine Unterfunktion der Schilddrüse spürbar?
Weil sich dadurch wichtige Körperprozesse verlangsamen, kann es bei betroffenen Menschen vor allem zu Müdigkeit, trockener Haut, Verstopfung oder Antriebslosigkeit kommen. Allerdings sind das Symptome, die auf vieles hinweisen können. Die Hausärztin oder der Hausarzt kann die Schilddrüsenfunktion anhand eines Bluttests überprüfen lassen. Bestehen weiterhin Unklarheiten, erfolgt die Überweisung an eine Spezialistin oder einen Spezialisten. In der Klinik für Endokrinologie am GZO haben wir die Möglichkeit, mit ergänzenden Labortests, einer Ultraschalluntersuchung oder der Szintigrafie eine exakte Diagnose zu stellen.
Lassen sich Erkrankungen der Schilddrüse behandeln?
Ja, in den meisten Fällen mit Erfolg. Die Therapie hängt von Art und Ursache der Funktionsstörung ab. So erhalten die Betroffenen bei einer Unterfunktion das fehlende Schilddrüsenhormon in Form von Tabletten ersetzt. Bei der Überfunktion hemmen Medikamente die hormonelle Überproduktion. Alternativ kann, je nach Ursache der Überfunktion, eine Radiojod- oder eine chirurgische Therapie zum Einsatz kommen. Insbesondere bei der Überfunktion sowie bei Vergrösserungen der Schilddrüse wird in der Regel die Spezialistin oder der Spezialist beigezogen. Welches der passende Therapieweg ist, entscheidet sich im persönlichen Patientengespräch.