Reizdarm

Der Begriff «Reizdarm» wurde 1928 für die Bezeichnung von Funktionsstörungen des Verdauungstraktes eingeführt. Der sogenannte «Reizdarm» (RDS oder auch Colon irritable) ist eine häufige Erkrankung des Magen-Darm-Traktes. Bauchschmerzen, Krämpfe, im Wechsel Durchfall oder Verstopfung, Blähungen und Völlegefühl sind typische Beschwerden, die  länger als 3 Monate anhaltend auftreten und die Lebensqualität erheblich einschränken.  

Ursachen

Die Ursache des RDS ist noch unbekannt. Es wird eine Wechselwirkung zwischen dem Verdauungstrakt und seinem eigenständigen Nervensystem vermutet. 

Beschwerden

Die Symptome sind vielfältig und individuell sehr unterschiedlich. Nachts verursacht der Reizdarm im Gegensatz zu anderen Magen-Darm-Erkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa meist keine Beschwerden. Betroffene berichten von Krämpfen, Verdauungsstörungen, Magenschmerzen oder Unterbauchbeschwerden, Blähungen und Flatulenz sowie Änderung der Stuhlgewohnheiten. Die Erkrankung ist kein Phänomen, das durch unsere jetzigen Lebensumstände allein schon zu erklären ist. Schon vor über 3000 Jahren beschrieb Hippokrates einen Patienten mit Abdominalbeschwerden, verändertem Stuhlverhalten und Stuhldrang. 

Untersuchung und Diagnostik

Die Diagnose wird anhand der charakteristischen Beschwerdebilder und nach Ausschluss anderer Erkrankungen gestellt. Häufig vermuten Patienten mit RDS eine schwerwiegende Erkrankung. Die Beschwerden sind zwar sehr belastend, aber harmlos. Organische Ursachen sollten jedoch ausgeschlossen werden, dazu gehören unter anderem gastrointestinale Infektionen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z. B. Gluten, Fruchtzucker, Milchzucker, Histamin). Eine endoskopische Diagnostik (Magen- und Darmspiegelung) ist fester Bestandteil der Abklärungen. Sämtliche Untersuchungen werden am GZO durchgeführt. 

Behandlung

Bei einem Teil der Patienten sind die Symptome rückläufig, häufig aber bleiben die Beschwerden und werden manchmal sogar chronisch. Ein Bauchschmerztagebuch kann dem behandelnden Arzt wertvolle Anhaltspunkte geben. Die Behandlung richtet sich dementsprechend nach den individuellen Beschwerden und Bedürfnissen. Sie kann neben medikamentösen Therapieansätzen eine spezielle Diät, Stressbewältigungsstrategien, Schmerztherapie oder Bewegungs- und Verhaltenstherapie einschliessen.

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