Nierensteine

Was sind Nierensteine?

Nierensteine entstehen durch kleinste Kristallablagerung in der Niere. Durch Ablagerung, also „Sedimentierung“ dieser Kristalle können über Wochen, Monate oder Jahre Steine entstehen. Die meisten Steine bestehen aus der Säure Oxalat. Sie findet sich in Lebensmitteln wie Schwarz- oder Eistee wieder.

Ursachen

Die Hauptursache von Nierensteinen ist die zu geringe Flüssigkeits- bzw. Wasseraufnahme. Ein weiterer wichtiger Risikofaktor ist die erhöhte Aufnahme von Oxalat. Es handelt sich hierbei um eine Säure, die sich in Eistee, Schwarztee, Energieriegel, Energydrinks oder Randen versteckt. Aber es gibt noch weitere Faktoren, die die Bildung von Nierensteinen begünstigen. In unserer Gesellschaft wird generell sehr viel Salz konsumiert. Salz kommt oft in Lebensmitteln vor, die wir nicht als besonders salzreich wahrnehmen, z. B. Brot oder Käse. Das „Nachsalzen“ auf dem Teller tut dann sein Übriges dazu. Wenn man nun zu wenig Wasser trinkt, gerne salzreich isst und regelmässig Eistee konsumiert, ist das Risiko für Nierensteine deutlich erhöht. Weitere Faktoren sind Bewegungsmangel und der Konsum von Fleisch.

Symptome / Beschwerden

Nierensteine machen in der Regel keine Beschwerden, solange sie in der Niere stecken. Erst das Ablösen aus der Niere in den Harnleiter löst heftige Nierenkoliken aus. Es gibt Frauen, die eine Nierenkolik auf der Schmerzskala weit über einer Geburt angeben. Jede Nierenkolik sollte von einem Urologen gesehen oder mit ihm rückbesprochen werden. Bei Fieber oder Schüttelfrost droht zudem die gefürchtete Blutvergiftung („Urosepsis“), die in seltenen Fällen lebensgefährlich werden kann.

Diagnose / Untersuchungen

Die Diagnose Nierenstein wird mit dem Computertomogramm (CT) gestellt. Es ist kein Kontrastmittel notwendig und der Untersuch ist nur mit einer minimalen Strahlenbelastung verbunden. Mit dem CT können Grösse, Anzahl und Lage der Nierensteine bzw. Harnleitersteine relativ exakt bestimmt werden. Die Untersuchung von Blut und Urin sind zusätzlich notwendig, um keine Infektion zu verpassen.

Therapie / Behandlung

Bei kleinen Harnsteinen besteht die Therapie aus intravenösen Schmerzmedikamenten. Je nach Lage und Grösse des Steins und der Laborwerte kann auch eine kleine Operation notwendig werden. In der Regel wird dabei eine Art Stent (ein "Röhrchen") in den Harnleiter, also den Kanal zwischen Niere und Blase, eingelegt. In seltenen Fällen ist auch eine direkte Entfernung des Steines möglich.

Komplikationen

Nierensteine sind meinst schmerzhaft, aber harmlos. Ein blockierender, festsitzender Harnleiterstein kann eine Entzündung des Nierenbeckens oder langfristig eine Nierenschädigung verursachen, wenn er nicht behandelt wird. Bei Fieber droht zudem die Blutvergiftung, die schnell gefährlich werden kann. Deswegen sollte jede Nierenkolik von einem Urologen gesehen oder mit ihm rückbesprochen werden.

Vorbeugung / Prävention

Die wichtigsten Faktoren sind Ernährung und Bewegung. Die Basis zur Prophylaxe bildet eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme. Dabei ist es egal, ob Leitungswasser oder Mineralwasser getrunken wird. Ziel ist, dass der Urin klar ist und nicht dunkel ist. Zitrusfrüchte helfen, Nierensteine zu verhindern. Auch eine regelmässige Kalziumeinnahme kann schützend wirken. Fleisch sollte höchstens 3x in der Woche eingenommen werden. Nachsalzen sollte vermieden werden. Getränke wie Eistee, Schwarztee oder Energydrinks sollten so selten wie möglich konsumiert werden.

Hausmittel

Zur Verhinderung von Nierensteinen kann das Beimengen von frischem Zitronen- oder Limettensaft zum Mineralwasser helfen. Früchtetee kann ebenso helfen.

 

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