Magenkarzinom

Der Magen ist ein Hohlorgan aus Muskelgewebe, das innen mit einer Schleimhaut ausgekleidet ist. In diesem Hohlraum wird der Nahrungsbrei mit dem Magensaft vermengt, der im Wesentlichen aus eiweissspaltenden Enzymen und Salzsäure besteht. Durch Muskelkontraktion (Peristaltik) wird der Nahrungsbrei weiter zum sogenannten «Pförtner» transportiert. Dieser bildet einen Verschluss zwischen Magen und Darm und kann sich für den Durchtritt des teilweise verdauten Speisebreis ca. 2 - 3 mm weit öffnen. Dies geschieht regelmässig, um den Nahrungsbrei gleichmässig in den Zwölffingerdarm weiterzuleiten.

Die früher so häufigen Magengeschwüre sind heute aufgrund der besseren Behandlungsmöglichkeiten chirurgisch kaum noch relevant. Ebenso selten sind Magenschleimhautentzündungen, die in der Regel ebenfalls medikamentös behandelt werden.

Dieses Krankheitsbild beschreibt Ursachen und Behandlung des in unseren Breitengraden selten gewordenen Magenkrebses.

Ursachen

Die Ursachen des Magenkrebses sind nicht endgültig bekannt. Die Ernährung spielt eine Rolle, jedoch sind die Faktoren, welche zur Krebsentstehung führen können, noch nicht schlüssig definiert.

Die Besiedelung mit dem Bakterium Helicobacter pylori, welches Magengeschwüre hervorrufen kann, scheint die Entstehung von Magenkrebs zu fördern. Ebenso spielen genetische Faktoren eine Rolle, auch Träger der Blutgruppe A haben ein erhöhtes Risiko an Magenkrebs zu erkranken. Warum, ist unbekannt.

Beschwerden

Die Diagnose des Magenkarzinoms wird dadurch erschwert, dass Tumore, welche noch klein sind und operativ vollständig entfernt werden können, in der Regel keinerlei Symptome verursachen. Erst spät zeigen sich für den Patienten Symptome wie zum Beispiel ein Völlegefühl im Oberbauch. Appetitlosigkeit und Widerwillen gegen Fleisch sind Spätsymptome. Schluckstörungen sind ein Symptom fortgeschrittener Tumore am Mageneingang. Brechreiz und Übelkeit werden eher bei Tumoren des Magenausgangs beobachtet.

Untersuchung und Diagnostik

Die gebräuchlichste Methode zur Diagnose eines Magenkarzinoms ist die Magenspiegelung. Im Rahmen dieser Untersuchung sind Gewebeproben zu entnehmen, da nur eine feingewebliche Untersuchung den genauen Typ des Tumors sicher feststellen kann.

Behandlung

Die wichtigste Behandlungsmassnahme ist die operative Entfernung des Tumors, möglichst vollständig, mit einem Sicherheitsabstand von mindestens 5 cm. Daraus ergibt sich je nach Lokalisation eine teilweise oder vollständige Magenentfernung, allenfalls unter Mitnahme von Teilen der Speiseröhre oder des Zwölffingerdarmes. Die umgebenden Lymphknoten werden mitentfernt, allenfalls auch die Milz oder Teile der Leber, falls sie ebenfalls betroffen sind. Strahlentherapie oder Chemotherapie können sowohl vor der Operation als auch nach der Operation eingesetzt werden.

Komplikationen

Nach einer Voll- oder Teilentfernung des Magens kann es zu verschiedenen Störungen kommen, welche spezifische Massnahmen nötig machen, um die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.

Das totale oder teilweise Entfernen des Magens führt zu einer schnelleren Passage der Nahrung in den Dünndarm. Dadurch kann ein Dumping-Syndrom entstehen, welches beim Patienten zu Kreislaufstörung bis hin zum Kollaps führen kann.

Ebenso kann nach Nahrungsaufnahme eine Unterzuckerung auftreten, was für den Patienten sehr belastend ist. Dies kann durch diätetische Massnahmen wie kleinere, aber häufigere Mahlzeiten, das Vermeiden von Flüssigkeitsaufnahme mit dem Essen oder das Einnehmen einer liegenden Position nach den Mahlzeiten verbessert werden.

Nach einer teilweisen Magenentfernung kann sich eine Speiseröhrenentzündung ausbilden. Das Hungergefühl kann je nach Operation fast vollständig verschwinden, was für die Betroffenen ebenfalls sehr belastend sein kann.

Fast alle Patienten mit einer vollständigen Magenentfernung entwickeln zudem einen Mangel an Vitamin B12. Dieser verursacht nach drei bis fünf Jahren eine Blutarmut. Daher ist bei jedem Patienten eine Substitution dieses Vitamins nötig. 

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