Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür

Bei einem Geschwür des Magens oder des Zwölffingerdarms (Ulkus ventrikuli oder Ulkus duodeni) besteht ein örtlicher Defekt der Darmschleimhaut. Es gibt gutartige und bösartige Geschwüre.

Ursachen

Die Ursache für diese Geschwüre ist ein Missverhältnis zwischen aggressiven Faktoren (Magensäure) und Schutzmechanismen der Schleimhäute. Oft sind auch spezifische Bakterien (Helicobacter pylori) oder eingenommene Medikamente (Schmerzmittel) für solche Veränderungen verantwortlich. In ganz seltenen Fällen sind bösartige Geschwüre selbst als Ursache verantwortlich.

Beschwerden

Geschwüre im Magen oder Zwölffingerdarm führen zu drückenden oder brennenden Magenschmerzen, welche teilweise vor und teilweise nach dem Essen verstärkt auftreten. Manchmal kommt es auch zu einer akuten Blutung, die sich dann entweder in blutigem Erbrechen oder blutigem Stuhlgang zeigt. Eine mögliche Komplikation ist ein Durchbruch der Magen- oder Darmwand, gefolgt von einer Entzündung des Bauchfells (Peritonitis).

Untersuchung und Diagnostik

Die Untersuchung der Wahl ist eine Gastroskopie, bei der mit einem dünnen Instrument (Endoskop) via Mund und Speiseröhre Magen und Zwölffingerdarm angeschaut und Gewebeproben entnommen werden (Biopsie).

Behandlung

Die Behandlung erfolgt mit Medikamenten durch den Einsatz von «Protonenpumpenblockern» genannten Säure blockierenden Präparaten. Bei Nachweis von Bakterien müssen diese mit einer Antibiotikatherapie behandelt werden.
Falls ein bösartiges Geschwür vorliegt, ist in der Regel eine Operation oder eine Chemotherapie notwendig.

Komplikationen

Falls ein Ulkus blutet, kann durch Unterspritzen oder durch Einsetzen von Metallclips eine Blutstillung bewirkt werden. Im seltenen Fall eines Durchbruchs der Magen- oder Darmwand (Perforation) muss diese entweder endoskopisch oder in einer Operation repariert werden (Magenteilresektion).

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