Gallenblasenentzündung

 

Ursachen

Die mit Abstand häufigste Ursache für eine Gallenblasenentzündung sind Gallensteine, welche den Gallenblasenabfluss stören. Es kommt zur Überfüllung der Gallenblase. Im weiteren Verlauf befallen im Blut zirkulierende Keime oder Keime aus dem Zwölffingerdarm, welche über den Gallengang aufsteigen, die Gallenblase (bakterielle Infektion). Als Risikofaktoren für eine Erkrankung an Gallensteinen gelten Alter über 40, Übergewicht und helle Haut. Frauen haben ein höheres Risiko für Gallenstein Leiden als Männer.

Beschwerden

Die Erkrankung beginnt meistens mit heftigen Schmerzen im rechten Oberbauch, häufig mit Ausstrahlung in die Schulter, begleitet von Übelkeit und Brechreiz. Allfälliges Fieber deutet auf eine bakterielle Infektion hin. Bei Verschluss des Gallenganges mit Gallenaufstau kann es zur Aufhellung des Stuhls, Verdunkelung des Urins und zur Gelbfärbung der Haut (Ikterus) kommen.

Untersuchung und Diagnostik

Die Diagnosestellung erfolgt mittels Ultraschall (Sonografie), selten wird eine Computertomografie durchgeführt. Dabei wird nach einer entzündlichen Wandverdickung in der Gallenblase gesucht, welche meist auch auf das Vorhandensein von Gallensteinen hinweist.

Konservative Behandlung

Therapeutisch kommen in erster Linie ein vollständiger oder teilweiser Verzicht auf Nahrungsaufnahme sowie die Verabreichung von Antibiotika in Frage. Diese Massnahmen dienen jedoch nur dazu, die Entzündung zu therapieren. Die Gallensteine werden dadurch nicht beseitigt.

Operative Gallenblasenentfernung

Die Gallenblase wird durch minimalinvasive Chirurgie (Schlüssellochchirurgie) mit den Steinen entfernt. Dies wird, wenn möglich, nach Abklingen der Entzündung durchgeführt. Bei starker Entzündung oder Gallengangsstauung kann jedoch eine sofortige Operation erforderlich sein. Alternativen Ergeben sich bei der Ultraschalluntersuchung Anzeichen für einen Stein in den abführenden Gallenwegen (Ductus choledochus), so wird in der Regel versucht, diesen endoskopisch noch vor einer allfälligen Operation zu entfernen. Dies geschieht durch einen Eingriff des Gastroenterologen bei uns im GZO. Den dazu notwendigen Eingriff nennt man abgekürzt ERCP.

 

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