Pflegefachpersonen und Hebammen:

Helden und Heldinnen seit mindestens 200 Jahren

Der «Internationale Tag der Pflege» erhält heuer mehr Aufmerksamkeit als in anderen Jahren – und das liegt nicht nur am diesjährigen 200-Jahr-Jubiläum. Pflegende und Hebammen erfüllen seit jeher eine der wichtigsten Aufgaben in unserer Gesellschaft: die fachlich versierte und menschlich einfühlsame Betreuung von geschwächten Mitmenschen. Die Corona-Pandemie hat das Bewusstsein für diese zentrale Leistung geschärft. Die Spitäler Uster und Wetzikon doppeln nach und sprechen ihre Anerkennung und ihren Dank für ein unersetzliches Engagement aus.
 

«Tag der Pflege» im «Internationalen Jahr der Pflegefachpersonen und Hebammen»

Am Dienstag, 12. Mai 2020, feiern die Pflegefachpersonen weltweit den 200. Geburtstag der Pflege-Ikone und Pionierin der modernen Pflege Florence Nightingale. Die WHO nahm dies zum Anlass, das Jahr 2020 zum «Internationalen Jahr der Pflegefachpersonen und Hebammen» zu erklären und eine Aufmerksamkeitskampagne zu starten. 

Die Spitäler Uster und Wetzikon begehen den «Tag der Pflege» in Absprache – wenn auch der aktuellen Situation geschuldet räumlich getrennt. Beide Häuser nutzen den Tag, um Wertschätzung auszudrücken und die zentrale Bedeutung dieser Berufsgruppe ins Bewusstsein zu rufen. In den Spitälern geschieht dies mit verschiedenen Botschaften und Charme-Offensiven. So erhalten Pflegende und Hebammen heute süsse Aufmerksamkeiten, Menu-Gutscheine und offizielle Dankesbekundungen von der Geschäftsleitung und vom Pflegekader. Patientinnen und Patienten werden mit einer Grusskarte auf den speziellen Tag und seine Bedeutung hingewiesen. Der Pflegedienstleiter Daniel Schiefelbein (Spital Uster) und die COO Judith Schürmeyer (GZO) diskutieren ausserdem im Interview des Zürcher Oberländers in der Ausgabe vom 12. Mai 2020 die Situation der Pflegefachpersonen in der Schweiz.

 

Anspruchsvolle Tätigkeiten und attraktive Spezialisierungs- und Karrieremöglichkeiten

Florence Nightingale begründete die erste Schwesternschule Englands und läutete die Professionalisierung der Krankenpflege ein. Seither hat sich der Pflegeberuf stetig weiterentwickelt. Mittlerweile geht er weit über die klassische Vorstellung hinaus: Pflegefachpersonen leisten längst mehr als die direkte Versorgung am Krankenbett.

Die Aufgabenfelder sind vielfältig, die Tätigkeiten fachlich und menschlich anspruchsvoll. Die Vision von Nightingale, dass nebst dem ärztlichen auch ein eigenständiges pflegerisches Wissen notwendig sei, ist heute aktueller denn je. Nach einer Grundausbildung erwerben heute viele Pflegende in mehrjährigen Weiterbildungen erweiterte Kompetenzen und übernehmen dadurch vermehrte Verantwortung, oder sind Teil von neuen, interprofessionellen Modellen einer optimierten Gesundheitsversorgung (z.B. als Intensivpflegende, als Pflegeexpertin in einer Hausarztpraxis oder für bestimmte Patientengruppen in Spitälern).

Am GZO absolvieren jedes Jahr rund 70 Berufsleute ihre Grundausbildung oder Weiterbildung im Pflegebereich: Als Fachfrau/-mann Gesundheit EFZ, als Pflegefachfrau/-mann HF, als Hebamme oder Geburtspfleger, als Expertinnen und Experten der Anästhesie-, Notfall- oder Intensivpflege. Ihr Wissen und Ihre Erfahrung ist ein wichtiger Grundstock für die Sicherstellung der künftig benötigten Pflegekompetenzen.

 

Gesteigerte Wertschätzung als Nebeneffekt der Corona-Pandemie    

Die Corona-Pandemie rückte ärztliche und pflegerische Berufe in den Fokus medialer und gesellschaftlicher Aufmerksamkeit – das spürt auch das Personal am GZO. So treffen in diesen Tagen vermehrt Dankesworte und Zuwendungen aller Art aus der Bevölkerung ein. Diese Ermunterungen werden sehr geschätzt. Auf www.gzo.ch/danke werden die Zeichen der Verbundenheit von Privatpersonen, aber auch von Unternehmen aus der Region gesammelt und digital zugänglich gemacht – damit sich die ganze Belegschaft darüber freuen kann.  
 

Interview des Zürcher Oberländers zum Tag der Pflege am 12. Mai 2020

Pflege am GZO

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