Unsere Haltung gegenüber assistiertem Suizid

Bei Menschen mit schwerer, unheilbarer Krankheit kann Palliative Care in den meisten Fällen helfen, die Lebensqualität nochmals zu verbessern oder zu erhalten, Leiden zu lindern und schlussendlich am gewünschten Ort zu sterben.

Es gibt aber Menschen, die bei zunehmendem Verlust der körperlichen und geistigen Fähigkeiten und entsprechender Abhängigkeit von fremder Hilfe bevorzugen, ihr Leben vorzeitig zu beenden. Wir können das verstehen und begleiten unsere Patientinnen und Patienten weiterhin, indem wir sie palliativ betreuen bis zum assistierten Suizid durch eine Sterbehilfeorganisation.

Sterbebegleiter können die Patientinnen und Patienten im Spital besuchen bzw. beraten. Sie erhalten mit Erlaubnis der betroffenen Patienten die nötigen Informationen durch den betreuenden Arzt.

Der assistierte Suizid kann aber nicht im Spital vollzogen werden und gehört nicht zum Angebot der Palliative Care des GZO Spital Wetzikon.

Falls der Gesundheitszustand so schlecht ist, dass eine Entlassung nach Hause oder in ein Pflegeheim nicht mehr möglich wäre, dann ist der Patient in der Regel auch nicht mehr in der Lage, den assistierten Suizid zu begehen und wir stellen eine gute, palliative Betreuung in allen unseren Kliniken sicher, bis zum Lebensende.

In den anderen Fällen unterstützen und organisieren wir die Rückkehr nach Hause oder ins Pflegeheim.

Diese Haltung des Palliativ Care-Teams gegenüber assistiertem Suizid wird von der Spitalleitung, den Chefärzten und der Pflegeleitung unterstützt.