Digital von Blutentnahme bis Zentrallabor

Als erstes Spital in der Schweiz führt das GZO Spital Wetzikon einen gänzlich digitalen Blutentnahmeprozess ein. Die Inbetriebnahme konnte im Sommer 2020 erfolgreich realisiert werden.

Das interdisziplinäre Projektteam des GZO Spital Wetzikon, bestehend aus Biomedizinischen Analytikerinnen und Analytikern, Pflegefachpersonal sowie Sicherheitsmitarbeitenden, sind von der neuen Möglichkeit einer digitalisierten Blutentnahme begeistert. Durch eine innovative und voll digitalisierte Technologie erfolgt der gesamte Prozess von der Probenanforderung bis hin zur Befundrückübermittlung auf digitalem Wege. Konkret bedeutet dies, dass ab sofort alle Probenröhrchen mit einem speziellen Barcode versehen sind, der den durchweg digitalen Prozess ermöglicht. „Durch den Einsatz des neuen Systems wird der gesamte Blutentnahmeprozess am GZO noch effizienter gestaltet und es wird eine weiterhin umfassende Qualitätssicherung sowie transparente Dokumentation der einzelnen Schritte gewährleistet“, beschreibt Felicitas Kafader die Möglichkeiten der digitalisierten Blutentnahme. Das GZO ist das erste Schweizer Spital, das den digitalen Blutentnahmeprozess in seinen Arbeitsalltag implementiert hat.

Wie funktioniert der digitale Blutentnahmeprozess?
Zu Beginn der Blutentnahme werden die Patientinnen und Patienten genau identifiziert. Dazu wird unter anderem der persönliche Identifikationscode auf dem Patientenarmband gescannt. Durch den Scan wird automatisch der entsprechende Laborauftrag geöffnet und kurz darauf werden die benötigten Probenbehälter angezeigt. Das Pflegefachpersonal sieht auf einen Blick, welche Entnahme-Röhrchen in welcher Reihenfolge abgenommen werden müssen. Nach der Blutentnahme werden auch die Blutentnahmeröhrchen, welche ebenfalls mit einem Barcode versehen sind, gescannt. Die Codes der Röhrchen werden so automatisch mit der jeweiligen Patientenidentifikation verknüpft, im System abgespeichert und der Laborauftrag wird automatisch initiiert. Dadurch, dass Patientenarmband und Blutentnahmeröhrchen mit einem solchen Barcode versehen sind, können die abgenommenen Blutproben automatisch mit dem entsprechenden Patienten verknüpft werden. Das manuelle Etikettieren der Röhrchen gehört somit der Vergangenheit an und der gesamte Blutentnahmeprozess wird optimiert und noch effizienter gestaltet. Das durch die Firma Greiner entwickelte System fördert eine transparente und durchgehend digitalisierte Dokumentation der einzelnen Prozessschritte und gewährleistet so eine dauerhafte Qualitätssicherung der Blutentnahme.

Erfolgreiche Projektumsetzung im Sommer 2020
Der Startschuss zur Digitalisierung des Blutentnahmeprozesses am GZO Spital Wetzikon fiel bereits im Jahre 2018. Das Projekt wurde von den GZO-Mitarbeitenden positiv aufgenommen und konnte im Juli und August dieses Jahres erfolgreich in den Arbeitsalltag des medizinischen Personals integriert werden.

Der Blutentnahmeprozess Schritt für Schritt

  • Die Blutuntersuchung zählt zu den häufigsten, routinemässig durchgeführten Untersuchungsmethoden in der Labormedizin und hat einen wesentlichen Einfluss auf die Behandlung der Patientinnen und Patienten. 
  • Unter einer Blutuntersuchung versteht man die Entnahme einer kleinen Menge (ca. 2-10 ml) venösen oder arteriellen Blutes. In diesem Blut wird mit unterschiedlichen labormedizinischen Methoden eine Vielzahl an Biomarkern bestimmt, welche als Indikator für das Vorhandensein oder die Schwere eines Krankheitszustandes der Patientin oder des Patienten dienen. 
  • Blutuntersuchungen sind bei nahezu jeder Vorsorgeuntersuchung Standard und fester Bestandteil allgemeiner klinischer Untersuchungen. 
  • Im GZO Spital Wetzikon werden jährlich über 1 Million Blutanalysen durchgeführt. 
Medizinisches Zentrallabor

 Schnelle und präzise Resultate dank modernsten Analysegeräten: Das Zentrallabor ist ein wichtiger Faktor im Diagnoseprozess. 

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Departement Innere Medizin

Verschiedene spezialisierte Bereiche sorgen für das Wohl unserer Patienten im GZO Spital Wetzikon.