Schwangerschafts-Kontrollen durch Ärztinnen und Hebammen

Erstkontrolle bei der ÄrztinReguläre SchwangerschaftskontrollenHebammensprechstunden Spezialsprechstunden und GeburtsvorbesprechungÄussere Wendung bei BeckenendlageÜbertragungssprechstunde ab Termin

 

Sie erwarten ein Kind – oder vielleicht sogar zwei: Eine spannende, ereignisreiche Zeit kommt auf Sie zu! Bestimmt haben Sie viele Fragen – wir sind da, um diese zu beantworten. Im Rahmen der empfohlenen Schwangerschaftskontrollen werden die regulären Untersuche durchgeführt – darüber hinaus laden wir Sie herzlich ein, Ihre persönlichen Themen anzusprechen. Unsere erfahrenen Hebammen und Ärztinnen stehen Ihnen mit medizinischen und praktischen Wissen zur Seite und geben Ihnen die Sicherheit.

96 % aller Schwangerschaften verlaufen völlig komplikationslos, und am Ende halten Sie nach hoffentlich ebenfalls problemloser Geburt Ihren Sprössling in den Armen! Die meisten (Erst-)Schwangeren waren vorher noch nie ernsthaft krank und benötigten bisher nur selten einen Arzt (z. B. zur gynäkologischen Jahreskontrolle). Während der Schwangerschaft kommt es aber zu sehr vielen Veränderungen in Ihrem Körper, die häufig zwar nicht krank machen, aber doch lästig sind. Manchmal haben sie auch Auswirkungen auf Ihren Alltag (Arbeitspensum, Reisen usw.).Schwangerschaftskontrollen dienen dazu, mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können. Sie können von Ihrem Hausarzt oder Ihrer Frauenärztin, in manchen Fällen von einer Hebamme oder auch bei uns im Ambulatorium durchgeführt werden. In der normalen Schwangerschaft sind gemäss Krankenversicherungsgesetz 7 Kontrollen bis zum Termin vorgesehen, darin 2 Ultraschalluntersuchungen. Diese 7 Untersuchungen sind Pflichtleistungen Ihrer Krankenkasse.

 

Erstkontrolle bei der Ärztin

Die erste Schwangerschaftskontrolle findet 7 bis 8 Wochen nach der letzten Periode statt (vom 1. Tag gerechnet): Sie sollten also schon bald einen Termin vereinbaren! Falls Sie einen regelmässigen Zyklus haben, können Sie mit dem Geburtskalender jetzt schon ausrechnen, wann Ihr Baby voraussichtlich zur Welt kommen wird.

Am ersten Termin wird eine frauenärztliche Untersuchung durchgeführt, ähnlich einer Jahreskontrolle. Ihr Blutdruck und Urin werden auf Auffälligkeiten getestet. Mit dem Ultraschall können Sie eventuell bereits jetzt einen ersten Blick auf Ihr Kind werfen. Gleichzeitig wird der Geburtstermin genau bestimmt. Wir befragen Sie zu Ihrem Gesundheitszustand und zu eventuellen Auffälligkeiten bei früheren Schwangerschaften.

Am Ende der ersten Kontrolle können wir abschätzen, ob Sie mit einer normalen Schwangerschaft rechnen dürfen und wahrscheinlich die gesetzlich vorgesehenen 7 Kontrollen ausreichen werden oder ob eine Risikoschwangerschaft besteht, bei der häufigere Kontrollen erforderlich sind.

 

Reguläre Schwangerschaftskontrollen durch Ärztinnen und Hebammen

Weitere Schwangerschaftskontrollen finden im Normalfall alle 4 bis 6 Wochen statt. Das Krankenversicherungsgesetz von 1995 sieht 7 Kontrollen während der Schwangerschaft bis zum errechneten Geburtstermin vor, 2 davon mit Ultraschalluntersuchung. Bei Problemen können die Intervalle kleiner werden.

Im Rahmen des ersten Ultraschallscreenings wird Ihr Blut untersucht (Blutbild, Blutgruppe, Antikörper gegen verschiedene Viren und Lues und, falls gewünscht HIV-Test). Um  die 28. Schwangerschaftswoche wird zusätzlich ein Glukosetoleranztest durchgeführt um eine allfällige Zuckerkrankheit (Schwangerschaftsdiabetes) auszuschliessen. Zudem wird ihr Impfausweis beurteilt und allenfalls mit den notwendigen Impfungen ergänzt, z.B. Keuchhustenimpfung (Pertussis).

Um den Geburtstermin werden die Schwangerschaftskontrollen häufiger. Bei jeder Kontrolle werden Blutdruck und Gewicht gemessen und der Urin geprüft. Kommen Sie also immer mit genügend voller Blase. Mit speziellen Handgriffen bestimmen wir die aktuelle Grösse des Kindes und hören die Herztöne ab. Sie berichten, wie es Ihnen in der Zwischenzeit ergangen ist.

Mit Abstrichen aus der Scheide in der 35. bis 37. Schwangerschaftswoche stellen wir fest, ob Sie bestimmte Bakterien (B-Streptokokken) in sich tragen und wir bei der Geburt dafür sorgen müssen, dass sich Ihr Kind nicht damit ansteckt.

 

Hebammensprechstunden

Die Schwangerschaftskontrollen können auf Wunsch abwechslungsweise von Ärztinnen und von Hebammen durchgeführt werden. Die Hebammensprechstunden sind für die Kontrollen in der 17. bis 19., in der 26. bis 28. und in der 34. bis 36. Schwangerschaftswochen vorgesehen, dazwischen übernimmt die zuständige Ärztin die Untersuchung. Dieses Angebot steht grundsätzlich allen gesunden Schwangeren mit komplikationslosem Verlauf offen und wird komplett von der Krankenkasse übernommen. Themen wie Schwangerschaftsbeschwerden, Ernährung, Sport und Sex in der Schwangerschaft, aber auch soziale Fragen können in der Hebammensprechstunde in vertrauensvoller Atmosphäre besprochen werden. Falls Sie sich für eine Geburt mit Beleghebamme entscheiden, wird diese Sie bereits in der Schwangerschaft begleiten.

 

Spezialsprechstunden und Geburtsvorbesprechung

Haben Sie spezielle Wünsche zum Ablauf der Geburt? Oder verspüren Sie Angst vor dem grossen Ereignis und fühlen sich unsicher? Zögern Sie nicht, einen Gesprächstermin in unserem Ambulatorium oder in der Gebärabteilung zu vereinbaren. Wir können in Ruhe und noch ohne Geburtsstress Ihr Anliegen aufnehmen und gemeinsam einen geeigneten Weg finden, um Ihrem Kind einen sanften und sicheren Start ins Leben zu ermöglichen. Je nach Ihren Bedürfnissen findet dieses Vorgespräch bei einer Ärztin oder einer Hebamme statt.

Mögliche Gründe für eine ärztliche Spezialsprechstunde sind:

  • Eine frühere Geburt mit Komplikationen (z. B. Blutung oder ausgedehnte Geburtsverletzung)
  • vorangegangener Kaiserschnitt oder andere Operationen an der Gebärmutter (z. B. Myomentfernung)
  • Wunsch nach früher Periduralanästhesie bei Angst vor starken Schmerzen
  • Wunsch nach Unterbindung bei abgeschlossener Familienplanung
  • Besprechung des Geburtsvorgehens bei Zwillingsschwangerschaft, Steisslage oder besonders grossem oder kleinem Kind
  • Sie sind Zeugin Jehovas und wünschen im Fall einer starken Blutung keine Gabe von Blutprodukten.

 

Äussere Wendung bei Beckenendlage

Wenn sich Ihr Baby ab der 36. Schwangerschaftswoche noch nicht von selbst mit dem Kopf nach unten gedreht hat, kann mit einer äusseren Wendung das Kind von der Steisslage in die Schädellage gedreht werden. Die äussere Wendung findet ambulant in der Gebärabteilung statt.

 

Übertragungssprechstunde ab Termin

Hat die Geburt am errechneten Geburtstermin noch nicht begonnen, kontrollieren wir, ob der Gebärmutterhals bereit zur Geburt ist und ob die Plazenta noch genügend arbeitet. Zusätzlich zur normalen Untersuchung überprüfen wir das Wohlergehen Ihres Kindes mit der Herztonwehenkurve (dem Kardiotokogramm) und bestimmen mit Ultraschall die Fruchtwassermenge. Die meisten Kinder machen sich bis 10 Tage nach dem errechneten Termin von selbst auf den Weg nach draussen.

Wenn nicht, geben wir Ihnen gerne ein paar Tipps und Tricks zur natürlichen Wehenentwicklung. Sollte nach einer weiteren Woche oder 10 Tage nach dem errechneten Termin Ihr Kind immer noch nicht geboren sein, besprechen wir miteinander, ob wir mit einer Geburtseinleitung noch warten können oder sie aus medizinischen Gründen bereits zu diesem Zeitpunkt sinnvoll ist.

 

 

Unser Sekretariat ist ihre erste Kontaktstelle mit der Frauenklinik. Bei Fragen stehen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen gerne zur Verfügung:

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Wir legen Wert darauf, Sie und Ihr Baby vor und nach der Geburt umfassend zu unterstützen. Nutzen Sie die Angebote aus unserem Kursprogramm, die Sie ansprechen:

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