Geburt mit Beleghebamme

1:1 Betreuung durch Schwangerschaft, während der Geburt und im Wochenbett

Für viele Frauen ist es wichtig, zu wissen, wer sie während ihrer Geburt begleitet. Für sie besteht am GZO die Möglichkeit, mit einer Beleghebamme zu gebären.

Schon während der Schwangerschaft trifft man sich mindestens dreimal. In Gesprächen lernen Sie sich gegenseitig kennen, Wünsche und Vorstellungen bezüglich der anstehenden Geburt können in aller Ausführlichkeit besprochen werden. Zudem steht Ihnen Ihre Beleghebamme während der Schwangerschaft bei Fragen und Unsicherheiten mit Rat und Tat zur Seite.

Sobald dann die ersten Wehen einsetzen, hilft sie Ihnen zu entscheiden, wann es Zeit ist, ins GZO zu fahren - oder ob noch zuhause zugewartet werden kann. Nicht selten besucht die Beleghebamme die Gebärende schon vor Spitaleintritt zuhause, um den Geburtsfortschritt besser beurteilen zu können. Sie begleitet Sie während der Eröffnungsphase, Geburtsphase und Nachgeburt. Sie leitet Sie vertrauensvoll an, überwacht, informiert, ermuntert, motiviert und gibt Hilfestellungen. Bei abweichendem Verlauf, spätestens aber zur Geburt, zieht sie eine Ärztin bei; die technischen Möglichkeiten des gesamten Spitals stehen jederzeit zur Verfügung.

Auch während des Wochenbetts zuhause betreut die Beleghebamme Sie weiter, kontrolliert das Neugeborene, Geburtsverletzungen und die Rückbildung der Gebärmutter. Sie hilft auch bei Fragen rund um das Stillen. 
 

Wie erlebte eine junge Mutter die Geburt mit einer Beleghebamme?

Lesen Sie den Artikel im GZO Magazin.


Interview mit Daniela Gübeli, Beleghebamme am GZO

Über die Vorteile des Modells, eine Frau von Beginn der Schwangerschaft an bis ins Wochenbett begleiten zu dürfen

Daniela, du bist Beleghebamme am GZO. Was ist der grosse Vorteil für die Frauen?
Eine Geburt ist etwas sehr Intimes, eine Grenzerfahrung. Für Frauen kann es sehr beruhigend sein zu wissen, wer bei der Geburt dabei ist. Ich kann schon während der Schwangerschaft eine Vertrauensbeziehung zu ihnen und zu ihren Partnern aufbauen. Ausserdem kenne ich ihre Wünsche und Vorstellungen bezüglich der anstehenden Geburt. Ich verstehe mich als ihre Vertrauensperson und begleite sie durch den gesamten Prozess - ohne Schichtwechsel oder weitere Verpflichtungen, ich bin dann nur für sie da.

Wieso besuchst du die Frauen schon während der Schwangerschaft?
Wir haben einen ganzheitlichen Ansatz. Ich sehe das Paar in der Schwangerschaft, während der Geburt und wieder daheim. Für mich hat die mentale Vorbereitung auf die Geburt eine grössere Bedeutung gewonnen. Mit welchen Gefühlen startet eine Frau in die Geburt? Glaubt sie überhaupt selbst daran, dass sie es schaffen kann? Für mich ein sehr wichtiges Thema, da dies die ganze Geburt beeinflussen kann. Viele Ängste Unsicherheiten kann man schon im Vorfeld der Geburt klären und beseitigen. Das Paar geht dann anders an die Geburt, nämlich als Team. Ich möchte die Frauen in ihrem Selbstvertrauen stärken, in der Überzeugung, dass sie es meistern können. Mein Ziel ist, dass jede Frau sagen kann: «Ich hab‘s geschafft», und trotz erlebter Schmerzen positiv auf ihr Geburtserlebnis zurückblicken kann. Natürlich kann ich nicht versprechen, dass es eine problemlose Geburt gibt – aber ich werde alles dafür tun.

Du bist ständig auf Abruf. Wie ist das vereinbar mit einem eigenen Familienleben?
Ich betreue Belegpaare immer blockweise. Einige Monate im Jahr nehme ich bis zu vier Frauen im Monat an, andere Monate dann dafür gar keine, damit ich nicht das ganze Jahr über auf Abruf bin. Es stimmt, während der «Beleggeburten-Zeit» bin ich jederzeit für sie erreichbar, gebe Auskunft oder stehe Pikett, aber das läuft nebenher. Ich sitze nicht zuhause und warte. Meine Frauen wissen, dass sie sich lieber früh melden sollen, sobald die ersten Wehen starten. Dank der grossartigen Unterstützung meiner Familie, insbesondere meines Mannes, und einer sehr flexiblen Tagesmutter klappt das bisher hervorragend. Und ich werde ja auch belohnt dafür: Für mich ist es sehr erfüllend, die Frauen vom Anfang ihrer Schwangerschaft bis ins Wochenbett durchgehend betreuen zu können.  

 

 

 

 

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