Intravenöse Regionalanästhesie

Die intravenöse Regionalanästhesie ist für bestimmte kleine Eingriffe an Hand und Unterarm sowie Fuss und Unterschenkel geeignet. Die Extremität (Arm oder Bein) wird mit einem Medikament betäubt, welches das Schmerzempfinden blockiert.

Eine Blutsperre unterbricht für die Dauer der Operation die Blutversorgung des betroffenen Arms oder Beins. Das in der Nähe des Opera­tionsgebiets eingespritzte örtliche Betäubungs­mittel kann so am gewünschten Ort wirken und fliesst nicht in den Kreislauf ab.
 

Risiken und Nebenwirkungen bei der Regionalanästhesie

Die engmaschige Überwachung mit Hilfe tech­nischer Geräte und die ständige Betreuung durch Ihren Anästhesisten haben das Risiko ernsthafter Zwischenfälle erheblich verringert. Obwohl viele Patienten notfallmässig operiert werden oder schwer krank sind, treten schwere Narkosezwischenfälle heute äusserst selten auf. Machen Sie sich daher keine unnötigen Sorgen. Wir wollen es aber nicht unterlassen, Sie über mögliche Risiken und Nebenwirkungen bezüg­lich der intravenösen Regionalanästhesien auf­zuklären. Lesen Sie dazu die Antworten auf häufige Fragen zur Allgemeinanästhesie im nächsten Abschnitt. Eine seriöse Aufklärung über Risiken und Nebenwirkungen ist letztlich aber nur im per­sönlichen Gespräch unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Bedürfnisse und Vorausset­zungen möglich.

 

 

Häufige Fragen zur Regionalanästhesie

„Was ist, wenn eine Anästhesie mittels Nervenblockade nicht ausreicht?“

Manchmal werden bei der Regionalanästhesie die Fasern des Nervengeflechts vom Lokalan­ästhetikum nicht gleichmässig erreicht. Häufig kann in diesem Fall Ihr Anästhesist einzelne Nerven durch das Einspritzen einer geringen Menge des Lokalanästhetikums vor Beginn der Operation zusätzlich betäuben (periphere Nervenblockade). Sollte die Wirkung der Plexusanästhesie nicht ausreichen, um Sie schmerzfrei operieren zu können, oder sollten andere Komplikationen auftreten, kann ein Übergang zur Allgemeinanästhesie erforderlich werden.
 

„Bin ich während der Operation wach?“

Wenn Sie dies wünschen, können Sie die Ope­ration wach erleben. Möchten Sie jedoch lieber etwas schlafen, können wir Ihnen ein Schlaf­mittel in die Infusion geben. Zur Entspannung können Sie auch Musik über Kopfhörer hören.
 

„Kann ich bei der Operation zuschauen?“

Bei jeder Operation muss das Eindringen von Bakterien und anderen schädlichen Mikroorganismen in die Wunde mit allen Mitteln ver­hindert werden. Die Haut wird daher vorher sorg­fältig desinfiziert und das Operationsfeld nach allen Seiten mit keimfreien Tüchern abgedeckt, was ein Zuschauen verunmöglicht. Ausnahmen bilden unter Umständen Endoskopien (z. B. Gelenkspiegelungen), bei denen Sie den Eingriff auf einem Bildschirm verfolgen können.
 

„Besteht die Gefahr einer allergischen Reaktion?“

Ebenso wie bei der Allgemeinanästhesie sind schwere Zwischenfälle, z. B. Herz-Kreislauf- bzw. Atemstillstand, äusserst selten. Sie können durch Unverträglichkeitsreaktionen auf die ver­wendeten Medikamente oder versehentliches Einspritzen des Lokalanästhetikums in ein Blut­gefäss ausgelöst werden. Bleibende Nervenschäden, z. B. Lähmungen, als Folge von Blutergüssen oder Nervenverlet­zungen sind ebenfalls sehr selten. Blutergüsse bilden sich in aller Regel von selbst zurück.

 

Anordnung der Spritze und Blutdruckmanschette bei der Regionalanästhesie

Während den Bürozeiten ist die Anästhesie-Sprechstunde Ihre erste Kontaktstelle:

GZO Spital Wetzikon
Spitalstrasse 66
8620 Wetzikon

Tel. 044 934 25 01
Fax 044 934 22 54
sprechstunde.anaesthesie@dont-want-spam.gzo.ch

Ausserhalb der Bürozeiten kontaktieren Sie in dringenden Fällen bitte direkt den Dienstarzt Anästhesie unter Tel-Nr. 044 934 21 50.

Vollnarkose,, Regionalanästhesie oder Nervenblockade?

Informieren Sie sich über die verschiedenen Anästhesieverfahren.

mehr
Zertifizierte Weiterbildungsstätte SIWF

Das Schweizerische Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) anerkennt die geleistete Unterstützung des GZO Spital Wetzikon für ärztliche Weiterbildung.

mehr