Das GZO Spital Wetzikon ist ein regionales Schwerpunktspital mit universitärem Lehrauftrag. Es verfügt über 150 Betten und stellt mit seinen rund 900 Mitarbeitenden die erweiterte medizinische Grundversorgung von jährlich über 100’000 ambulanten Patientenkontakten sowie rund 10'000 stationären Patientinnen und Patienten primär aus dem Zürcher Oberland sicher. 

GZO Spital Wetzikon kämpft für seine Zukunft

Informieren Sie sich zu den wichtigsten Punkten rund um den Regierungsratsentscheid vom 4. April 2024 sowie der Historie und den Folgen. 

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News

Divertikulitis: Symptome ernst nehmen

03/2023: Dickdarmdivertikel sind Ausstülpungen der Darmwand. Was passiert, wenn sie sich entzünden, erklärt Dr. med. Annina Büsser im Video.

Dickdarmdivertikel sind Ausstülpungen der Darmwand. Sie kommen häufig vor und sind zunächst ungefährlich. Entzünden sie sich jedoch, hat sich eine Divertikulitis entwickelt. Diese verursacht Schmerzen, ist aber gut behandelbar, wenn man sie frühzeitig erkennt.



Der Dickdarm ist der letzte Abschnitt unseres Verdauungstrakts. Seine Aufgabe ist es, die Flüssigkeit einzudicken, die ihn aus dem meterlang vorgeschalteten Dünndarm erreicht. So scheiden wir im Idealfall einmal täglich einen geformten Stuhl aus.


Ursachen von Divertikeln

Divertikel treten mit zunehmendem Alter häufiger auf. In der Schweiz haben mehr als 70 Prozent der 70-jährigen Menschen Ausstülpungen in der Dickdarmwand – man nennt das auch «Divertikulose». Eine weitere Ursache ist der Dickdarm selbst. Denn: Die Ausstülpungen treten häufig auf dessen linker Seite auf. Dr. med. Annina Büsser, Leitende Ärztin Chirurgie am GZO Spital Wetzikon, erklärt, warum: «In diesem Bereich ist der Dickdarm s-förmig. Deshalb sammelt sich der Stuhl an dieser Stelle an, was wiederum den Druck auf die Darmwand erhöht.» Zusätzliche Risikofaktoren sind: Verstopfungen, zu wenig Bewegung, faserarme Ernährung, Rauchen und der Konsum von viel rotem Fleisch und Alkohol.


Symptome erkennen

Die Divertikel selbst haben keinen Krankheitswert und bereiten den allermeisten Menschen keine Beschwerden. Erst, wenn sie sich entzünden und die Entzündung auf die Darmwand übergreift, kommt es zu den klassischen Symptomen: linksseitige Unterbauchschmerzen, die mit Fieber und unregelmässigen Stuhlgewohnheiten wie Verstopfungen oder Durchfall verbunden sein können. Symptome, die man ernst nehmen muss. Denn eine Divertikulitis muss nicht, aber kann zu schweren Komplikationen führen. Zum Beispiel ist es möglich, dass eines der entzündeten Divertikel platzt und der Stuhl in die freie Bauchhöhle gerät. Dies kann zu einer Bauchfellentzündung oder gar einer Blutvergiftung führen.

 

Divertikulitis können wir gut behandeln und Betroffenen viel Lebensqualität zurückgeben.

 

Wer also Anzeichen einer Divertikulitis verspürt, sollte zeitnah die Hausärztin oder den Hausarzt aufsuchen. Sind weitere Abklärungen notwendig, weist diese den Patienten einer Spezialistin oder einem Spezialisten zu. «Regulär tasten wir den Bauch ab und kontrollieren die Blutwerte, um eine Divertikulitis festzustellen», so die Chirurgin. «Häufig ergänzen wir die Behandlung durch eine Computertomografie vom Bauch, um Komplikationen auszuschliessen oder die Divertikulitis von anderen Erkrankungen im Bauchraum abzugrenzen.»

 

Divertikulitis behandeln

Die Behandlung einer Divertikulitis richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Ist es eine leichte Form, kann die Entzündung von zu Hause aus mit Antibiotika behandelt werden. Handelt es sich um eine schwerere Form, ist eine antibiotische Therapie im Spital nötig. Und wenn der Bauchraum stark verschmutzt ist, muss notfallmässig operiert werden. 

 

Schonender Eingriff

Eine Operation ist ebenfalls angezeigt, wenn die Entzündung trotz Therapie nicht ausheilt oder die Entzündungen immer wieder auftreten. Diese Eingriffe sind meist planbar und dank moderner Technik sehr schonend. «Bei einer Laparoskopie operieren wir mit ganz kleinen Schnitten», erklärt die Ärztin. «Dadurch entstehen nur kleine Narben, und die Patientinnen und Patienten erholen sich sehr schnell.» Fazit: Eine Divertikulitis sollte man ernst nehmen und möglichst rasch handeln. Das hebt auch Annina Büsser nochmals hervor: «Wenn Betroffene bei Symptomen zügig reagieren, können wir die Erkrankung sehr gut behandeln und ihnen viel Lebensqualität zurückgeben.»

 

 

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit züriost.

Divertikulitis: Symptome ernst nehmen

03/2023: Dickdarmdivertikel sind Ausstülpungen der Darmwand. Was passiert, wenn sie sich entzünden, erklärt Dr. med. Annina Büsser im Video.

Dickdarmdivertikel sind Ausstülpungen der Darmwand. Sie kommen häufig vor und sind zunächst ungefährlich. Entzünden sie sich jedoch, hat sich eine Divertikulitis entwickelt. Diese verursacht Schmerzen, ist aber gut behandelbar, wenn man sie frühzeitig erkennt.



Der Dickdarm ist der letzte Abschnitt unseres Verdauungstrakts. Seine Aufgabe ist es, die Flüssigkeit einzudicken, die ihn aus dem meterlang vorgeschalteten Dünndarm erreicht. So scheiden wir im Idealfall einmal täglich einen geformten Stuhl aus.


Ursachen von Divertikeln

Divertikel treten mit zunehmendem Alter häufiger auf. In der Schweiz haben mehr als 70 Prozent der 70-jährigen Menschen Ausstülpungen in der Dickdarmwand – man nennt das auch «Divertikulose». Eine weitere Ursache ist der Dickdarm selbst. Denn: Die Ausstülpungen treten häufig auf dessen linker Seite auf. Dr. med. Annina Büsser, Leitende Ärztin Chirurgie am GZO Spital Wetzikon, erklärt, warum: «In diesem Bereich ist der Dickdarm s-förmig. Deshalb sammelt sich der Stuhl an dieser Stelle an, was wiederum den Druck auf die Darmwand erhöht.» Zusätzliche Risikofaktoren sind: Verstopfungen, zu wenig Bewegung, faserarme Ernährung, Rauchen und der Konsum von viel rotem Fleisch und Alkohol.


Symptome erkennen

Die Divertikel selbst haben keinen Krankheitswert und bereiten den allermeisten Menschen keine Beschwerden. Erst, wenn sie sich entzünden und die Entzündung auf die Darmwand übergreift, kommt es zu den klassischen Symptomen: linksseitige Unterbauchschmerzen, die mit Fieber und unregelmässigen Stuhlgewohnheiten wie Verstopfungen oder Durchfall verbunden sein können. Symptome, die man ernst nehmen muss. Denn eine Divertikulitis muss nicht, aber kann zu schweren Komplikationen führen. Zum Beispiel ist es möglich, dass eines der entzündeten Divertikel platzt und der Stuhl in die freie Bauchhöhle gerät. Dies kann zu einer Bauchfellentzündung oder gar einer Blutvergiftung führen.

 

Divertikulitis können wir gut behandeln und Betroffenen viel Lebensqualität zurückgeben.

 

Wer also Anzeichen einer Divertikulitis verspürt, sollte zeitnah die Hausärztin oder den Hausarzt aufsuchen. Sind weitere Abklärungen notwendig, weist diese den Patienten einer Spezialistin oder einem Spezialisten zu. «Regulär tasten wir den Bauch ab und kontrollieren die Blutwerte, um eine Divertikulitis festzustellen», so die Chirurgin. «Häufig ergänzen wir die Behandlung durch eine Computertomografie vom Bauch, um Komplikationen auszuschliessen oder die Divertikulitis von anderen Erkrankungen im Bauchraum abzugrenzen.»

 

Divertikulitis behandeln

Die Behandlung einer Divertikulitis richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Ist es eine leichte Form, kann die Entzündung von zu Hause aus mit Antibiotika behandelt werden. Handelt es sich um eine schwerere Form, ist eine antibiotische Therapie im Spital nötig. Und wenn der Bauchraum stark verschmutzt ist, muss notfallmässig operiert werden. 

 

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Eine Operation ist ebenfalls angezeigt, wenn die Entzündung trotz Therapie nicht ausheilt oder die Entzündungen immer wieder auftreten. Diese Eingriffe sind meist planbar und dank moderner Technik sehr schonend. «Bei einer Laparoskopie operieren wir mit ganz kleinen Schnitten», erklärt die Ärztin. «Dadurch entstehen nur kleine Narben, und die Patientinnen und Patienten erholen sich sehr schnell.» Fazit: Eine Divertikulitis sollte man ernst nehmen und möglichst rasch handeln. Das hebt auch Annina Büsser nochmals hervor: «Wenn Betroffene bei Symptomen zügig reagieren, können wir die Erkrankung sehr gut behandeln und ihnen viel Lebensqualität zurückgeben.»

 

 

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit züriost.

Veranstaltungen

08

Juli 2024

Infoabend für werdende Eltern

Erfahren Sie alles Wichtige rund um die Geburt.

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11

Juli 2024

Café Trauer und Trost

Ein Angebot für Trauernde

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18

Juli 2024

Trauercafé Zürcher Oberland

Ein Angebot für Trauernde.

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12

August 2024

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22

August 2024

Trauercafé Zürcher Oberland

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28

August 2024

Öffentlicher Vortrag «Die individuelle Behandlung am Kniegelenk»

Spannende Informationen zu Gelenkerhalt und Individualprothetik am Knie.

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12

September 2024

Café Trauer und Trost

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12

September 2024

Fortbildung: «Lifestyle und Schwangerschaft»

Informieren Sie sich über neueste medizinische Erkenntnisse und diagnostische Ansätze aus unseren Fachbereichen – und nehmen Sie das neue Wissen direkt mit in Ihren Praxisalltag.

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Rundgang

Umbau und Erweiterung des GZO Spitals

Seit der Gründung im Jahr 1910 hat das GZO Spital Wetzikon eine beeindruckende Entwicklung von einem kleinen Kreisspital zu einem zentralen regionalen Gesundheitszentrum mit Spezialisierung in moderner Medizin durchlaufen.

Aufgrund des Bevölkerungswachstums und der zunehmenden Nachfrage im Zürcher Oberland wird das Spital aktuell erweitert und modernisiert, um den steigenden Bedürfnissen gerecht zu werden. Mit der Erweiterung und Modernisierung des Spitals wird die Basis geschaffen für eine zukunfts- und tragfähige Spitalinfrastruktur für die Region und ihre Bevölkerung.

Ende April 2024 trat die Steiner AG von dem mit der GZO AG Spital Wetzikon vereinbarten Werkvertrag zurück. Als Folge dieser Kündigung wurden die laufenden Bauarbeiten eingestellt.

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Rettungsdienst

Bei lebensbedrohlichen Notfällen.

Krankheit und Unfall

Bei NICHT lebensbedrohlichen Notfällen ist Ihr Hausarzt oder Kinderarzt die erste Anlaufstelle. Falls der Hausarzt oder Kinderarzt nicht erreichbar ist, wählen Sie das ÄrzteFon. Wählen Sie bitte auch zunächst das Ärztephone, wenn Sie unsicher sind ob Sie zur GZO Notfallstation kommen sollen.

0800 33 66 55

Die Nummer ist kostenlos und jeden Tag rund um die Uhr erreichbar.

Vergiftungen

Bei Vergiftungen Toxikologisches Zentrum kontaktieren.