Eingriffe an der Blase
Bei der Behandlung von Blasenerkrankungen setzen wir am GZO folgende Massnahmen und Techniken ein:
TUR-Blase
Bei Blasentumoren, die durch Blasenspiegelung diagnostiziert werden, ist eine Operation (TUR-Blase) notwendig. Dabei wird in Narkose oder Teilnarkose ein spezielles Instrument über die Harnröhre in die Blase eingeführt. Der Tumor in der Blase kann dann mittels bipolarer Elektroschlinge entfernt werden. Die Operation dauert 30 - 60 Minuten. Nach der Operation wird für 2 - 3 Tage ein Katheter zur Blasenspülung eingelegt. Der Spitalaufenthalt umfasst 4 - 5 Tage. Das weitere Vorgehen ist abhängig vom Resultat der Gewebeuntersuchung (vgl. Blasenkrebs).
Zystektomie (Harnblasenentfernung) mit Neoblase oder Ileumconduit
Bei fortgeschrittenen bösartigen Blasentumoren wird eine vollständige Entfernung der Harnblase (beim Mann inklusive der Prostata) und der Lymphknoten im Becken durchgeführt. Der Urin kann dann entweder in eine neu aufgebaute Blase aus Dünndarm (Neoblase) über die verbliebene Harnröhre auf natürlichem Weg (orthotop) oder über einen künstlichen Ausgang (Stoma) an der Bauchwand in einen anhaftenden Beutel ausgeleitet werden. Die Operationsdauer beträgt 5 - 6 Stunden und die Hospitalisation ungefähr 14 Tage.
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