Drainagen

Eine Drainage wird nötig bei Verdacht auf eine infizierte Flüssigkeitsansammlung in Brustkorb, Bauch oder Weichteilen. Die Flüssigkeit kann ohne Allgemeinnarkose röntgengesteuert mit einem Schlauch abgeleitet (drainiert) werden. Die Drainage kann mittels Ultraschallkontrolle, im Computertomografen oder unter Durchleuchtung durchgeführt werden.

Flüssigkeitsansammlungen können auch durch eine Operation und in manchen Fällen auch ohne Bildführung abgesaugt werden.

Durchführung

Nach örtlicher Betäubung wird die Flüssigkeitsansammlung mit einer Hohlnadel punktiert, durch die wir einen Teil des Inhaltes für die Untersuchung im Labor absaugen. Anschliessend wird ein Plastikschlauch (Drainagekatheter) eingeführt, über den die Flüssigkeit abfliessen kann. Der Katheter wird auch verwendet, um den nun geleerten Hohlraum zu spülen. Nach dem Einspritzen von Kontrastmittel wird im weiteren Verlauf die Rückbildung des Hohlraumes mit Hilfe von Röntgenbildern verfolgt. Wird dafür eine Methode mit Röntgenstrahlen gewählt, beinhaltet das Vorgehen auch Massnahmen, um die Röntgenstrahlenbelastung möglichst gering zu halten.

Risiken und Komplikationen

Der Eingriff kann gelegentlich zu Fieber und Schüttelfrost führen. Äusserst selten sind Verletzung innerer Organe oder Blutungen.

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