Angioplastie

Angioplastie bedeutet eigentlich "Gefässverformung". Dieser in der interventionellen Radiologie durchgeführte Kathetereingriff wird geschlossen perkutan, transluminal (PTA) durchgeführt. Er stellt ein Verfahren dar zur Erweiterung oder Wiedereröffnung von verengten oder verschlossenen Blutgefässen (meistens Arterien, seltener auch Venen) mittels Ballondilatation.

Nach einer örtlichen Betäubung (wie bei einer Zahnbehandlung) wird in der Leiste eine Arterie angestochen und ein dünner Schlauch (Katheter) in das Gefäss eingeführt. Unter Röntgensicht wird ein Draht an jene Stelle im Gefässsystem vorgeschoben, wo sich die Verengung befindet. Über diesen Draht wird nun ein Katheter mit einem Ballon an die Verengung gebracht und dort, wiederum unter Röntgensicht, aufgeblasen. Dabei wird die Verengung geweitet und der Innendurchmesser des Gefässes vergrössert.

Zur Kontrolle wird Kontrastmittel über den eingelegten Katheter ins Gefäss gespritzt. Während das Kontrastmittel einfliesst, werden in schneller Folge Röntgenaufnahmen erstellt, um die Gefässe abzubilden. Ist die Erweiterung gelungen, wird das Schläuchlein wieder entfernt und die Arterie zur Blutstillung während zehn Minuten zusammengedrückt. Nach einer Liegedauer von rund fünf Stunden wir die Einstichstelle kontrolliert, und der Patient kann danach aufstehen. Die Überwachung dauert bis zum nächsten Morgen, nach einer weiteren Kontrolle durch den Radiologen kann der Patient in der Regel nach Hause entlassen werden.

Komplikationen

Eine mögliche Komplikation jeder Angioplastie ist die Kontrastmittelreaktion, die sich als Juckreiz äussern kann. Selten sind Asthmaanfälle, Gefässverletzungen oder Kreislaufkollaps.

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